Herren 40 mit 0:6-Debakel: miese Laune vom Zollberg bis nach Rhodos

Was für eine Abreibung: Die Herren 40 verlieren das Duell um den Aufstieg bei der TSG Esslingen mit 0:6. Entsprechend tief saß die Enttäuschung allerorten. Dazu aber später mehr.

Von der Meisterfeier-Playlist zum größten Debakel der jüngeren Team-Historie

Der Tag begann zunächst noch voller Zuversicht. Alle waren ausgeschlafen, jeder bis in die Geheimratsecken motiviert, und Max „Rambo“ Hapke hatte in der Nacht zuvor sogar extra eine sagenhafte „Aufstiegs-Meisterfeier-Playlist“ zusammengestellt, mit der sich die Herren 40 dann auf dem Weg zum Zollberg lautstark im Auto einstimmten. Schon eine Stunde vor offiziellem Spielbeginn standen unsere Männer auf dem Platz und spielten sich warm. Doch mit den ersten Ballwechseln in den Einzeln wurde schnell klar, dass dieser vermaledeite Tag im größten Debakel der jüngeren Team-Historie enden würde.

Immerhin ein Satzgewinn

An Position vier verlor Mischa Mutschler sang- und klanglos 2:6 und 2:6. Wenig besser erging es dem immer noch angeschlagenen Alex Stoll im dritten Einzel – 1:6 und 2:6 hieß es am Ende. Max an Nummer zwei und Phil Schad an eins zeigten eine exzellente kämpferische Leistung und jede Menge spektakuläre Ballwechsel. Doch auch die beiden waren letztlich chancenlos, denn jeder Spieler der TSG war einfach um Längen konstanter als der RSK. Max verlor mit 1:6 und 3:6, Phil unterlag mit 3:6 und 3:6. In den Doppeln gelang es Mischa und Phil immerhin, einen Satz zu gewinnen, doch insgesamt verloren die beiden mit 5:7, 6:2 und 2:10 (im Match-Tie-Break). Im zweiten Doppel verloren Max und Patrick Scheerer frustriert mit 0:6 und 1:6.

Mythos oder Aufstiegskampf?

Entsprechend grätig war der Gesichtsausdruck des „Capitanos“ Niko Scholz, als dieser während der Doppel per Video-Call dazugeschaltet wurde. Zusammen mit vier weiteren Stammspielern der Herren 40 weilte dieser nämlich gerade auf Rhodos, darunter die etatmäßigen Nummern eins (André Hafner) und Nummer zwei (Andi Böhm) – und genau das gehört dann leider auch zur Wahrheit: Während unsere Ersatzmänner mit allem, was sie (nicht) hatten, um den Aufstieg kämpften und dabei bitter enttäuscht wurden, weilte die „Prasonisi-Connection“ mit einer Mythos-Dose in der Hand am griechischen Strand. Da muss die Urlaubsplanung in der neuen Saison definitiv besser werden, zumal der Capitano genau diese Verbindlichkeit zu Tennis-Terminen ja selbst immer einfordert.

Glückwünsche und Entschädigungsforderungen

Auf der Abschlussfahrt wird damit sicherlich das ein oder andere Entschädigungsbier drin sein müssen, um die Wogen zu glätten. Denn wenn – und das muss man konstatieren – die Herren 40 in Bestbesetzung angetreten wären, dann hätte die Begegnung vermutlich ganz anders geendet. Egal, es war dennoch eine tolle Saison! Und natürlich gehen an dieser Stelle Glückwünsche rüber auf den Zollberg an eine an diesem Tag übermächtige TSG Esslingen. Ihr wart über die gesamte Saison hinweg das konstanteste Team und habt den Aufstieg verdient.

Unsere Herren 40 beenden die Spielzeit übrigens nur auf dem dritten Platz, da sie aufgrund dieser Abfuhr auch den TC Linsenhofen wegen des besseren Match-Verhältnisses vorbeiziehen lassen mussten.