4:2 gegen Linsenhofen: Herren 40 klettern auf Rang zwei

Es war genau 13:58 Uhr, als Niko Scholz die Faust in den azurblauen Himmel reckte. Allerdings freute er sich nicht über einen Punktgewinn in seinem Doppel, sondern über das Ergebnis auf dem Nebenplatz: „Sauber, Männer! Jetzt brauchen wir ja nur noch ein Spiel im zweiten Satz!“, vernahmen die Zuschauer unseren Capitano bis hinauf auf die Terrasse. Seltsam erratisch und abwesend wirkte Niko bis dahin, doch mit der Gewissheit, dass nur noch ein einziges Spiel fehlte, kehrte wieder Lebendigkeit in seine Beine zurück. Aber der Reihe nach.

Spürbare Motivation

Schon am frühen Morgen tigerten die Herren 40 überpünktlich auf der Anlage an der Katharinenlinde herum. Die Motivation war bis in die vom Eichenprozessionsspinner angefressenen Bäume zu spüren. Denn mit einem Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn TC Linsenhofen I konnte das Team auf Platz zwei der Tabelle klettern und gleichzeitig den Klassenerhalt so gut wie dingfest machen.

An Position eins gab André Hafner gleich den Takt für seine Mitspieler vor: Mit 6:4 und 6:2 gewann er sein Einzel und bleibt damit in diesem Sommer weiterhin ungeschlagen. Der erste Downer folgte dann aber direkt im zweiten Einzel: Max Hapke unterlag seinem Gegner klar mit 4:6 und 1:6. Und auch im dritten Einzel nahm das Unheil seinen Lauf. Ein verletzungsgeplagter Alex Stoll kämpfte zwar um jeden einzelnen Punkt, doch am Ende waren die Schmerzen zu groß. Alex bekam einfach nicht die nötige Wucht in seine Schläge und verlor mit 6:7 und 3:6. Nun war Heiko Nossek im vierten Einzel gefordert – und er lieferte: Mit 6:3 und 6:4 gewann der Mann, der eigentlich viel lieber nur noch Padel spielen würde. Schade wäre das, denn unser Wettkämpfer hat in diesem Sommer jedes Einzel gewonnen.

Spekulationen auf den Rängen

Mit einem 2:2-Spielstand ging es nun also in die Doppel, und auf den Rängen wurde eifrig spekuliert: In welcher Aufstellung würden die Herren 40 auf die staubige Asche schreiten? Wie viele Sätze oder gar Spiele würden reichen, wenn nur eines der Doppel gewänne? Wie fit würde sich Max nach seiner Einzelniederlage zeigen? Ja, es lag Spannung über der Katharinenlinde.

Wie gut, dass André und Heiko das alles im ersten Doppel überhaupt nicht juckte. Mit 6:4 und 6:2 siegten die beiden souverän – und genau dieses Ergebnis sorgte dann auch für den oben erwähnten letzten Motivationsschub bei unserem Capitano. Der hatte nämlich mit Max den ersten Satz mit 6:7 verloren und zeigte bis dahin nicht seine gewohnte Doppelstärke. Doch gottseidank hatte Frühaufsteher Max am Morgen in seinem Garten ausreichend Kraft und vor allem mentale Stärke getankt, um die Einzelniederlage problemlos abzuhaken.

Matchwinner Max

Motiviert bis in sein Bandana peitschte unser „Rambo“ Niko und sich selbst immer wieder nach vorne, prügelte wie ein Berserker auf die Bälle ein – und punktete am laufenden Band! Als dann durch das Ergebnis des ersten Doppels klar wurde, dass nur noch ein Spiel im zweiten Satz fehlte, war auf einmal auch der Capitano wieder da. Schnell war das besagte Spiel geholt, doch jetzt wollten Niko und Max auch den Sieg. Nach einem 6:4 im zweiten Satz machten sie diesen im Match-Tie-Break mit 10:6 schließlich perfekt.

Was für ein wunderbarer Heimspieltag für die Herren 40! Entsprechend gut war die Laune auch noch lange nach dem Sieg: erst beim gemeinsamen Bier bei Eissele’s RSK, später dann in der Stadt auf dem Schwörfest. Und apropos: Wer den Willen unserer Männer heute gespürt hat, der könnte schwören, dass auch am nächsten Samstag beim letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenletzten TC Hochdorf-Reichenbach wieder ein Sieg herausspringt …